Ironman Barcelona

Ich lade dich ein mich auf meiner Reise zu begleiten.

Sonntag, 06.10.2019 – Race Day

Die Geschichte zum Renntag des Ironman Barcelona könnt ihr unter „Ironman #33 – Check“ nachlesen.

Samstag, 05.10.2019 – one day to go

Der Tag vor einem Ironman ist bei mir meistens ein ruhiger Tag, an dem man sich so gut es geht entspannt und die Füße überwiegend still hält. Ich habe mir heute eine Massage gegönnt und die Beine nochmal lockern lassen. Ob es was geholfen hat, werde ich morgen sehen.

Ansonsten habe ich die Zeit überwiegend in meinem Zimmer verbracht und einige „Büroarbeit“ erledigt. Der einzige offizielle Termin war das Einchecken des Fahrrads und der Wechselbeutel. Als AWA-Athlet (All World Athlet Status) hat man den Luxus, dass man während der kompletten Check-In Zeit irgendwann sein Bike abgeben kann und nicht auf seinen Slot angewiesen ist. Die Schlange der eincheckenden Athleten war richtig lang und so konnten Rene und ich mit unserem Status entspannt an allen vorbei direkt zu den Schiedsrichtern, die das Material, etc. prüfen durchgehen.

Mein Bike unter 3799 anderen.

Wir haben dann noch einen Blick auf die Schwimmstrecke geworfen und irgendwie kam es einem vor, als müssten wir morgen bis nach Barcelona und zurück schwimmen.

Am Swim Exit.

Jetzt steht mit noch die letzte (kurze) Nacht bevor und ich hoffe die werde ich trotz aller Nervosität gut hinter mich bringen. Morgen ist Race-Day und dann gilt es das beste rauszuholen, das ganze Event zu genießen und mit einer gewissen Ehrfurcht dankbar dafür zu sein, dass man so eine sportliche Herausforderung annehmen kann. Bäähhmmm.

Freitag, 04.10.2019 – noch 2 Tage bis zum Renntag

Mit Sonnenschein am Morgen empfangen zu werden ist um diese Jahreszeit schon etwas Besonderes. Der Tag hatte einige Termine, die es hieß nacheinander abzuarbeiten. Nach dem Frühstück stand zuerst ein kurzes Schwimmen an um sich mit den Bedingungen am Meer vertraut zu machen. 21 Grad und relativ ruhiges Wasser lassen für Sonntag hoffen, dass das Schwimmen nicht ganz so schlimm werden wird. Aber es bleiben 3,8 Kilometer.

Mit Rene vor dem Plantschen.

Die Zeit danach habe ich mit Schlendern über die Expo und dem Beobachten der anderen Athleten verbracht. Es ist immer wieder interessant die Triathlon-Szene zu beobachten. Der nächste Termin war dann die englische Wettkampfbesprechung. Obwohl ich schon bei so vielen Rennen gestartet bin, gehe ich immer wieder zu den Briefings. Zum einen gehört es für mich irgendwie zu einem Event dazu, zum anderen ist es ja auch eine verpflichtende Veranstaltung für alle Starter.

Paul Kaye, mein südafrikanischer Buddy, hat in gewohnt lockerer Art die Regeln erklärt und auf Besonderheiten hingewiesen. Ich freue mich immer wieder Paul bei irgendeinem Event auf der Welt zu treffen.

Eintracht Frankfurt international.

Der nächste Programmpunkt war der Bike-Check. Nachdem das Bike für den Flug auseinander gebaut wurde, musste es auch wieder komplett zusammengebaut werden und dann bei einer kurzen Fahrt getestet werden. Beim Zusammenbau ist mir zum Glück aufgefallen, dass ich die letzten Fahrten mit einer falschen Sattelposition gefahren bin. Das hätte im Rennen Probleme geben können.

An der Küste entlang.

Zumindest macht die Strecke auch den schnelle Eindruck, den man ihr nachsagt. Da heißt es am Sonntag sein richtig Racing zu finden und sich nicht von den Bedingungen zur falschen Renntaktik hinreißen lassen. Mit Köpfchen fahren.

Der letzte offizielle Termin war die Pasta-Party im großen Event-Zelt. Das Essen war ok, aber leider kommt in diesem Zelt keine richtige Stimmung auf. Das Zelt steht zwar direkt am Strand, aber dadurch, dass die Seitenwände geschlossen waren, hätte das Zelt auch überall anders stehen können. Wir sind dann nach dem Essen gleich weitergezogen und haben den Tag in einem Beach-Club bei einem Glas Wein gemütlich ausklingen lassen. Für morgen steht den nur noch Entspannung und der Bike Check-In an. Also alles entspannt. Und doch steigt die Anspannung. Gute Nacht.

Donnerstag, 03.10.2019 – Feiertag – noch 3 Tage bis zum Renntag

Reisetag. Die Informationen vom Frankfurter Flughafen ließen schon ahnen, was mich dort erwarten würde. Lange Wartezeiten und einen Airport im Ausnahmezustand. So bin ich dann auch extra früh aufgebrochen, was mich noch mehr traurig gemacht hat, musste ich meine Frau und die Jungs noch früher verlassen.

Im Terminal dann das erwartete Bild. 500m Warteschlange bis zum Beginn des Security-Check-Bereichs. Viele Reisende auch vor den Kontrollen. Alles in allem hat der ganze Vorgang dann 70 Minuten gedauert. Da ich ausreichend Zeit eingeplant hatte, war es dann auch entspannt, was bei vielen anderen nicht den Anschein hatte. Wer da nicht genügend Zeitpuffer hatte, wurde mal so richtig nervös und der eine oder andere hat seinen Flug bestimmt auch verpasst.

Der Flug war vollständig ausgebucht und bei ruhigen Bedingungen verging die Zeit (Achtung Wortspiel) wie im Flug. 🙂

Über der Schweiz.

Von Barcelona aus ging es mit dem Bus weiter nach Calella. Der Berufsverkehr in der katalanischen Hauptstadt ist genauso nervig, wie in jeder anderen Großstadt. Allein der Blick auf Barcelona und später auf´s Mittelmeer machten die lange Fahrt erträglich. Nach weiteren 90 Minuten Busfahrt erreichten wir endlich Calella. Kurz im Hotel eingecheckt und noch die Startunterlagen für Sonntag abgeholt. Auch ein kurzer Besuch im Merchandise Zelt durfte nicht fehlen. Die ganzen Athleten, die entweder den Event-Rucksack stolz durch die Gegend trugen, oder topfit durch die Gegend liefen machten einem bewußt, dass hier ein Ironman Event vor der Tür steht. Irgendwie habe ich aber noch keine Wettkampfstimmung, sondern bin eher noch im Urlaubsmodus. Aber das kommt bestimmt noch.

Nach einem kurzen Abendessen mit Rene S. und seiner Familie haben wir bei mir auf dem Zimmer das Euroleague-Spiel der Eintracht geschaut. Die SGE hat gewonnen, so dass der Tag gut geendet hat. Ich habe mir dann noch die Zeit genommen mein Fahrrad zusammen zu bauen. Morgen werde ich dann sicher wieder etwas Sport machen. Die Uhr tickt. Der Renntag rückt unaufhörlich näher.

Mittwoch, 02.10.2019 – noch 4 Tage bis zum Renntag

Nach der großen Resonanz auf den neuen Blog zum Ironman Barcelona will ich den heutigen Tag zusammenfassen. Nach den üblichen familiären Verpflichtungen (Frühstück für die Kids vorbereiten, Kids fertig machen, Kids in den Kindergarten bringen, Einkauf) habe ich mit dem Packen und den Reisevorbereitungen begonnen. Da ich ein Checklisten-Packer bin musste ich die Liste nur abarbeiten und hatte dann nach knapp 2 Stunden auch alles zusammen und verpackt. Ich habe als Gepäck nur meine Radtasche dabei, in die ich einfach alles andere an Klamotten dazu gepackt habe. Günstiger Flugpreis, da kein Gepäck und das Bike muss sowieso extra gezahlt werden.

Alles drin.

Nach dem vielen und intensiven Training der letzten Monate und Wochen habe ich mir gedacht, dass ich mir doch mal wieder ein Thai-Massage gönnen könnte. – Bevor Fragen aufkommen: seriös und ohne „Happy End“. 🙂 Die Masseurin versteht ihr Handwerk und turnt so auf mir rum, dass ich teilweise das Gefühl habe ein Stufenbarren zu sein. Aber es hat gut getan und darauf kommt es an.

Relaxen bei der Thai-Massage

Wieder Zuhause gleich umgezogen und die Laufschuhe geschnürt. Bei einem kleinen 6km-Läufchen auf der Hohen Straße konnte ich mir noch einmal meine Renntaktik für Sonntag durch den Kopf gehen lassen.

Ich hoffe mal, dass die Bedingungen beim Schwimmen nicht so schwierig werden. Sonst könnte meine „Paradedisziplin“ gleich in einem Desaster enden. Sollten die Wellen und der Wind auch nur annähernd so krass wie beim 70.3 Greece werden, wird es wieder ein reiner Überlebenskampf. Das Radfahren werde ich sehr konservativ angehen, da ich ab spätestens 110km mit Krämpfen in den Adduktoren rechne. Bei den Trainingsfahrten habe ich diese Tendenz auch schon ab Kilometer 80-90 wahrgenommen. Sollte die Radstrecke wirklich so flach sein, wie es erzählt wird, sollten die 180km auch irgendwie zu überstehen sein. Der Marathon wird bestimmt klasse. Zu schlagen gilt es die „Rekordzeit“ von 5:14 Std. auf Hawaii 2018 aufgestellt und die Zeit einer Freundin, die in Berlin den Marathon in 5:25 Std. gelaufen ist. Dabei geht es um ein Abendessen. 🙂 Man muss ja noch Ziele haben.

Morgen muss ich dann wohl rechtzeitig am Flughafen sein, da die Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen zur Zeit gerne mal über 2 Stunden betragen können. Der Reisetag wird spannend werden, da ich mit dem Bus von Barcelona weiter nach Calella fahren muss und ich noch gar nicht so richtig weiß, wo ich eigentlich hin muss. Aber das finde ich noch rechtzeitig heraus. Barcelona ich komme!

Buenas Noches!

Dienstag, 01.10.2019 – noch 5 Tage bis zum Renntag

Ich hatte in diesem Jahr nicht vor bei einem Langdistanz-Rennen zu starten. Doch irgendwie hat es sich zu Beginn des Sommers ergeben, dass ich mich habe überreden lassen für den Ironman Barcelona zu melden. Da der Wettkampf in den Herbstferien liegt war der Trip auch zu realisieren.

Es hatte auch einen gewissen Charme, da das Layout zumindest den Anschein hatte mir zu liegen und ich davon ausgehen konnte, dass viele gute Triathleten in Hawaii starten werden und somit die Konkurrenz vielleicht nicht ganz so stark sein würde. Was natürlich voraussetzen musste, dass ich mich auch gut auf den Ironman vorbereiten kann. Doch in diesem Punkt kam alles anders.

Die neue berufliche Aufgabe und die privaten Verpflichtungen ließen ein geregeltes Training nicht zu. So habe ich es seit Juni beim Radfahren auf 1280km (einmal davon eine 100km-Ausfahrt) gebracht. Beim Laufen immerhin auf 165km (längster Lauf 13km) und beim Schwimmen kamen sagenhafte 18km zusammen. Mit einer durchschnittlichen Wochentrainingszeit von 4 Stunden sind die Weichen für einen langen Tag in Calella (Wettkampfort) gestellt.

Auf der Hausrunde.

Wie bin ich in die Wettkampfwoche gestartet und wie bereite ich mich auf einen Ironman „ohne Training“ vor? Da ich mich bereits in den hessischen Herbstferien befinde konnte ich den gestrigen und heutigen Tag nutzen, um zumindest noch ein paar lockere Radkilometer zu sammeln. Auch wenn das herbstliche Wetter alles andere als einladend ist, habe ich zumindest 2x jeweils fast 2 Stunden auf dem Rad gesessen. „Training wird überbewertet“. Diesen Spruch bringe ich in vielen Situationen gerne in meiner flapsigen Art an den Mann, bzw. die Frau. Das ich selbst mal von diesem Spruch eingeholt werde, wollte ich eigentlich immer vermeiden. Aber jetzt ist der Status Quo eben so, dass ich nicht konkurrenzfähig bin, um einen der vorderen Plätze in meiner Altersklasse zu belegen.

Morgen wird das Reisegepäck dann vorbereitet und am Donnerstag geht es Richtung Barcelona.

Ich halte euch auf dem Laufenden…

2 Kommentare zu „Ironman Barcelona

  1. Liebe Uwe,
    das finde ich ganz schön mutig mit der Trainingsvorbereitung.
    Barcelona hätte mich auch noch mal gereizt, aber (zum Glück) war er schon recht früh ausgebucht 😉 .
    Bin gespannt wie es dir ergeht und drücke natürlich fest die Daumen!
    VG Frank

    Gefällt 1 Person

    1. Ich danke dir Frank!
      Bin selbst mal gespannt, wie sich das anfühlt, so mit ganz wenig Training.
      Irgendwie wird es schon gehen.
      Liebe Grüße Uwe

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