Standortbestimmung – Ironman 70.3 Kraichgau

Der erste Triathlonwettkampf 2018 sollte eine Standortbestimmung sein und gleichzeitig eine Wiedergutmachung der Leistung im letzten Jahr. Für viele Triathleten ist das Rennen im Kraichgau der Start in die neue Saison und auch einige der besten Profis nutzen den Ausflug ins „Land der 1000 Hügel“ um sich zu messen.
Für mich war dieser Ironman 70.3 der erste Triathlon in der neuen Altersklasse. Ich hatte entsprechende Ziele kommuniziert (5:20 Std. und Podiumsplatz) und da ich mich damit selbst am meisten motiviert habe, war ich vor dem Start guter Dinge. Einzig der Reizhusten, den mich seit 2 Tagen quälte, störte mich in der perfekten Vorbereitung.

Die Ventil-Panne beim Herrichten der Laufräder möchte ich nicht weiter ausführen. Aber auch nach über 20 Jahren Triathlon gibt es noch Vorkommnisse, die es noch nicht gab. 🙂 Am Ende des (Sams)Tages war dann aber alles eingecheckt und ich ready to rumble.

Sonntagmorgen deutete sich schon an, dass es ein heißer Tag werden würde. Und das in jeder Beziehung. In der Wechselzone dann die nächste Überraschung. Der Schlauchreifen des Scheibenrades: platt. Jetzt Nerven behalten. Es war noch über 1,5 Stunden Zeit bis zum Start. Also bevor ich den technischen Support in Anspruch nehme, versuche ich mir erst einmal selbst zu helfen. Ventil wieder wechseln, nochmal Dichtmilch einfüllen und dann hoffen, dass die Luft nicht wieder entweicht. Es sah gut aus und so war ich auf dem Weg zum Schwimmstart guter Dinge, dass mein Material passt. Nachdem auch die Neopren-Freigabe erfolgte wusste ich, dass ich den Wärmeschutz noch anziehen musste/wollte. Macht auch Sinn bei 23,7 Grad Wasser- und bereits über 20 Grad Luft-Temperatur. 😉
Schwimmstart: Der „Rolling Start“, den es seit einiger Zeit jetzt bei den Ironman-Rennen gibt erspart einem zumindest das Gehaue zu Beginn des Rennens. Wirklich warm werde ich mit diesem Prozedere aber wohl nie werden.

Das Schwimmen war entspannt und ohne besondere Vorfälle. Keine Anzeichen von Panikattacken, keine Prügeleien, keine Orientierungsschwierigkeiten, für einige Passagen ein paar „gute Beine“ gefunden und nach 1,9km mit einer Zeit an Land gespült worden, mit der ich durchaus zufrieden war.

Am Rad der erste Griff ans Hinterrad. Alles ok. Bike aus der Wechselzone und dann den Rhythmus finden. Es passte auch auf den 90 hügeligen Kilometern mit knapp 1000 Höhenmetern. Ich konnte viel gute Schwimmer überholen und als dann im letzten Drittel der Schindelberg erklommen war, wusste ich, dass es heute ein guter Tag auf dem Bike war. Das zeigte sich am Ende auch mit dem schnellsten Bike-Split in der Altersklasse.

Wechsel in die Laufschuhe und den Halbmarathon in Angriff genommen. Ich wusste inzwischen, dass ich als erster meiner AK auf die Laufstrecke gewechselt bin. Wie sich der Halbmarathon, bei den Temperaturen von inzwischen über 30 Grad, anfühlen würde, war die nächste Wundertüte. Es lief aber von Beginn an gut und ich musste nicht so viel kämpfen, wie befürchtet. Auch wenn mich ein Athlet aus meiner Altersklasse schon früh überholte, war ich entspannt, da der Dritte noch 10 Minuten hinter mir war. Ich habe das Ding dann durchgestanden und dank der vielen Supporter an der Stecke vergingen die 3 Laufrunden fast wie im Flug.

Ich konnte mich dann schon 2 Kilometer lang auf den Zieleinlauf vorbereiten und freute mich total, dass ich diese letzten Meter so genießen konnte. Am Ende hat es dann auch für den Podiumsplatz (Rang 2) gereicht. Die Zeit von 5:15 Stunden war auch noch besser, als erwartet.

Insgesamt ein toller Tag, der mit der Siegerehrung abgerundet wurde. Die Richtung stimmt und für Frankfurt gilt es jetzt den letzten Feinschliff zu holen. Am 8. Juli gilt es dann: Road to Kona?

Vielen Dank an alle Familienmitglieder an der Strecke, alle Freunde und Supporter, einfach jede einzelne Anfeuerung. Das tat echt gut und trägt einen immer weiter. Anything Is Possible!

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