Die nächste falsche Entscheidung

Langsam reicht es dann aber auch mit den Ereignissen, die man nicht wirklich als weiteren Schritt in die richtige Richtung bezeichnen kann. Der Mainova Halbmarathon in Frankfurt stand als erster Wettkampf für 2018 auf meiner Agenda. Den Problemen im Sprunggelenk geschuldet kamen nicht die erhofften Trainingslaufkilometer zusammen, sodass schon im Vorfeld klar war, das wird nur ein langer Trainingslauf. In der Woche vor dem Rennen bin ich dann sogar 4x aufs Fahrrad gestiegen und habe den Weg in, oder von der Schule auf dem Rennrad zurückgelegt. Dabei hat es sich teilweise wieder wie Training angefühlt. Am Donnerstag aber fing das Übel wieder an. Die Nase fing an zu laufen, der Hals kratzte und schon war wieder Trainingspause angesagt.
Der Sonntag des Halbmarathon stand bevor und auf einer privaten Pasta-Party am Vorabend war ich noch guter Dinge starten zu können. Am Sonntagmorgen war ich mir dann aber nicht mehr sicher, ob ich mir das antun sollte. Mit Erkältung 21,1km laufen war bestimmt nicht die beste Idee. Ich wollte die finale Entscheidung Vorort treffen. Ich habe mich am Stadion warm gelaufen und dann die Entscheidung getroffen NICHT zu laufen. Alle Freunde schauten mich ungläubig an und dachten ich würde Spaß machen. Ich hatte aber bereits die Startaufstellung verlassen und wartete neben dem Feld, dass endlich losgelaufen wurde.
Zu meinem Pech dauerte es, bis sich die jeweiligen Startblocks in Bewegung setzten und diese Zeit nutzen meine „Freunde“ mich umzustimmen doch noch mitzulaufen. Ich könnte doch langsam mitlaufen/traben und sie wollten doch auch nur knapp unter 2 Stunden laufen. Die Fehlentscheidung muss ich am Ende selbst verantworten. Ich bin also gestartet und habe mir fest vorgenommen langsam zu laufen und wenn ich das Gefühl hätte, es würde „nicht mehr gehen“ auszusteigen. Soweit zur Theorie.
Ich bin dann bis Kilometer 13 auch locker gelaufen. Die Herzfrequenz mittleren GA1-Bereich und es war vom Gefühl her ok. Zwischen Kilometer 13 und 17 wurde es dann aber doch anstrengender – auch weil es teilweise leicht bergauf ging – und nachdem ich beim Blick auf die Uhr gesehen habe, dass ich mit einer Tempoverschärfung doch ich unter 2 Stunden bleiben kann, wurde die nächste falsche Entscheidung getroffen. Ich bin dann viel zu schnell gelaufen.
Das Ende vom Lied war und ist, dass ich zwar 9 Sekunden unter der 2-Stundenmarke geblieben bin, aber seit Sonntag mit den Nachwehen der Erkältung zu kämpfen habe. Husten, Halsschmerzen, laufende Nase und was sonst noch so zu einer richtig fetten Erkältung dazu gehört.
Selbst Schuld und auf keinen Fall zu wiederholen, oder nachzumachen. Allen Athleten, die glauben man könnte einen lockeren Wettkampf im nicht gesunden Zustand absolvieren kann ich nur raten: Don’t do it! Es lohnt sich nicht seine Gesundheit so auf´s Spiel zu setzen.

Fazit: Alter schützt vor Dummheit nicht.

Bleibt gesund und Happy Training!

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