F**k – Regentage ohne Belohnung

Es gibt so Tage, gerade auch in Mitteleuropa, da wirst du für deine Bemühungen, deine Aktivitäten, deine Motivation nicht belohnt. Schlimmer noch, man fühlt sich eher bestraft. So erging es mit am gestrigen Freitag schon, erreicht aber heute seinen Höhepunkt.

Gestern stand wieder einmal ein Lauf auf dem Programm. Nach überstandener Verletzung im Hüftbeuger – zumindest hatte ich keine Schmerzen mehr – hatte ich mich entschlossen einen Lauf von maximal 10km zu absolvieren. Ich aus dem Haus raus und voll motiviert losgelaufen. Eine meiner Hausstrecken die „Hohe Strasse“ war die ausgelobte Herausforderung. Nicht zu viele Höhenmeter, was hier an meinem Wohnort nicht so einfach ist, und durch die Wechselpunktstrecke ist die Streckenlänge gut kontrollierbar. Nach 50m setzte leichter Regen ein, der sich zu einem Dauerregen steigerte. Das Laufen durch und um die Pfützen machte dann auch nicht wirklich Spaß. Dass nach 7km die Schmerzen im malträtierten Sprunggelenk wieder einmal zurückkamen, das Tempo viel zu schnell, die Runde zu lang war und der Belastungsbereich NULL mit Grundlagenbereich zu tun hatte, rundete einen Lauf ab, der von Fehlentscheidungen meinerseits nur so strotzte. Aber woher soll man das als Coach auch wissen.

Heute kam es aber noch besser. Bei bereits starkem Regen habe ich mich trotzdem durchgerungen den Crosser aus der Garage zu holen und eine 1:30 – 2:00 Stunden Tour in Angriff zu nehmen. Nach einem Kilometer war das frisch gereinigte Rad schon wieder nicht mehr in seiner Grundfarbe zu erkennen. Sich die Strecke entlang des Mains auszusuchen, war auch oberdämlich. Anscheinend habe ich bei den Hochwasser-Nachrichten weggehört. 20% des Raduferwegs war überflutet und nicht zu befahren. 2 Passagen von ca. 100m bin ich dann trotzdem „durchschwommen“. Nach Ausweichmanövern über Felder war dann auf einmal nach 23km die Luft raus. Nicht bei mir, aber bei meinem Hinterrad. Zunächst war ich trotzdem entspannt, hatte ich doch Ersatzmaterial dabei. Mit schmutzigen Händen und bei verschlammten Hinterrad trotzdem eine Herausforderung. Das Rad gewechselt musste nur noch Luft in den Schlauch. Aber denkste. Das Vorhaben scheiterte daran, dass der CO2-Kartuschenadapter blockiert war und ich somit keine Luft in den Reifen blasen konnte. Und nun? Es waren nicht gerade viele – eigentlich gar keine – anderen Radfahrer mit Pumpen unterwegs. Also konnte ich nur versuchen im Ort nach Hilfe zu suchen. Der Ort heißt Mühlheim, ist im Kreis Offenbach und da war ich mir sicher, dass ich mit meiner Jacke vom Verein „Eintracht Frankfurt Triathlon“ bestimmt gerne geholfen bekomme. Nach 20 Minuten haben sich dann wirklich 2 nette Mühlheimer erbarmt und mir „Luft gegeben“. Die Fahrt konnte weitergehen. Habe ich erwähnt, dass es durchweg regnete? Nach weiteren Seenumfahrungen und noch mehr Feuchtem von oben bin ich dann aber doch Zuhause wieder angekommen.

Was bedeutet das alles? Sport im Regen macht nicht wirklich Spaß. Weder Laufen, noch Radfahren. Vorbereitung auf die Streckenführung könnte helfen. Nachrichten werden nicht umsonst gesendet. Ein regelmäßiger Check des Ersatzmaterials schützt vor unliebsamen Überraschungen.

Aber: Die Trainingskilometer zählen trotzdem, oder erst recht, für das große Ziel!

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